Was glaubt Deutschland? - Religionen auf dem Prüfstand (3/3) - Wie wir feiern - SWR HD

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Religionswahl

Published on 2015-09-15

Gebete, Traditionen und Rituale strukturieren das religiöse Leben. In der dritten und letzten Folge der SWR-Dokumentation „Was glaubt Deutschland? Wie wir feiern“, reist SWR-Reporter Steffen König erneut durch Deutschland. Im Gepäck hat er wieder viele Fragen an Gläubige verschiedener Religionen: Wie komme ich rein in eine Religion? Wie werde ich sie wieder los? Welche Rituale und Feste versprechen die meiste Action, die schönsten Gefühle? Aber auch: Welche Verpflichtungen gehen die Gläubigen ein, wenn sie sich an eine Religion binden? Und: Was machen die Atheisten? Gibt es säkulare Rituale, die ihr Leben ordnen, oder verzichten sie ganz darauf? Bei tanzenden Derwischen Im islamischen Zentrum der Sufis in Berlin taucht Steffen König ein in die Welt der tanzenden Derwische. Er erfährt von Feride Gencaslan und ihrem Mann Emra, welche Bedeutung die mystischen Tänze haben und was am Ashura-Fest gefeiert wird. An historischer Stätte in Eisleben, dort wo Martin Luther im 15. Jahrhundert getauft wurde, trifft er eine Frau, die sich in einem Wasserbad taufen lässt und Mitglied der evangelischen Kirche wird. Der Glaube war ihr als Pionierleiterin an einer DDR-Schule nicht in die Wiege gelegt worden. Heute leitet sie eine Einrichtung der Drogenhilfe. Celine feiert Jugendweihe Ganz ohne Gott kommt die 15-jährige Celine Migoda aus, aber nicht ohne Rituale. Die Hamburger Schülerin steht kurz vor ihrer Jugendweihe, als Steffen König sie kennenlernt. In Hamburg, so erfährt er, gibt es diese Form der Initiation schon seit 125 Jahren – ein bedeutender Tag für die junge Celine, ein Schritt zum Erwachsenwerden. In der Frankfurter Westend-Synagoge lässt sich eine junge Studentin aus der Ukraine in die Geheimnisse der jüdischen Religion einweihen. Chasan Daniel Kempin ist ihr Lehrer, er ist Kantor und leitet jüdische Gottesdienste. Die junge Frau hat zwar einen jüdischen Vater, die Mutter ist jedoch orthodoxe Christin. Das zählt nicht: Jude wird man durch Geburt nur, wenn die Mutter Jüdin ist. Zurück in Hamburg erlebt Steffen König ein Aufnahmeritual im tibetischen Zentrum. Felicia Muhl will dort „Zuflucht“ nehmen, so nennt man hier den Eintritt in den Buddhismus. Dafür hat auch sie monatelang religiöse Texte gepaukt und sich mit den Traditionen auseinandergesetzt. "Sunday Assembly" Und schließlich besucht Steffen König eine ziemlich gottlose Sonntagsfeier – die Hamburger „Sunday Assembly“. Sofort fühlt er sich an religiöse Rituale erinnert: Es gibt Musik, eine Lesung und Predigt und sogar einen Klingelbeutel. Und doch fühlt es sich anders an: freier, offener, bunter. Und die Musik geht ins Blut … Bringen religiöse Rituale Menschen dazu, sich einer Religion anzuschließen? Quelle: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/






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